Reversible-Quilt -
ein Quilt für einen guten Zweck
Und die Rückseite?
Bild: Die Rückseite - nach mehreren Korrekturen
Foto: Martin Seifert
Muster legen ist irgendwie wie Weihnachten - man weiß nie genau was man bekommt...
Nach mehreren Korrekturen, Wendungen der Quadrate, wieder gucken und wieder korregieren, stand dann aber das endgültige Design des ersten Quilts fest. Und die Rückseite sah am Ende so aus.
Zwischendurch hatten sich die Quilt-Lisen noch die Stoffe für die Zwischenstreifen ausgesucht und das war bei dieser Menge an Farben ganz und gar nicht einfach. Aber, was lange währt...
Memorie oder lieber auf Nummer sicher?
Bild: Kennzeichnung der Anordnung
Foto: Martin Seifert
Beim zweiten Treffen wurden etwa 2/3 der 48 Blöcke die Zwischenstreifen genäht. Dabei wird eine Seite mit der Maschine, die zweite Seite mit der Hand angenäht.
Tja, und dann kam es wie es immer kommen muss: Terminschwierigkeiten, Krankheit, etc...
Daher hat es dann ein wenig gedauert bis das nächste Treffen statt gefunden hat. Bei diesem Treffen, im Januar 2007, wurde dann der zweite Reversible-Quilt nach dem selben Schema wie der Erste fertig gestellt.
Neben den Materialien, die Frau Swoboda und Marlis zur Verfügung gestellt haben, stecken die Quilt-Lisen insgesamt um die 160 Arbeitsstunden in die beiden Quilts.
Die Bilder von den beiden fertigen Quilts Indian Sun und Wetterleuchten sind auch in der Galerie ausgestellt.
Die Quilt-Lisen und
der Empfänger der beiden Reversible Quilts
Bild: Die Quilt-Lisen
Foto: Martin Seifert
Die Quilt-Lisen, von h.l.: Gerda Zulkowsky, Hisako Yoshiyama, Marlis Seifert, Gisela Maruhn, Ulla Weidemann, Birgit Musigmann, Ruth Hoppe.
Spätestens wenn der nächste Besuch beim Zahnarzt ansteht merken wir es wieder: Es gibt Orte, die intuitiv aus dem Gedächnis ausgeblendet werden.
Aber wenn wir schon dazu neigen den Zahnarzttermin auszublenden, wie verhalten wir uns eigentlich mit den Orten, die wir mit unheilbar krank und dem anstehenden Verlust eines unserer Liebsten in Verbindung bringen?
Allein durch dieses "Ausblenden" fällt es uns leichter, eine Decke für die Frühchen-Station des örtlichen Krankenhauses zu nähen, als für ein Hospiz. Und dementsprechend schwerer haben es diese Einrichtungen mit Spenden unterstützt zu werden. Und dabei wird auch dort etwas ganz besonderes geleistet.
Durch eine Nachricht auf der Mailingliste der Quilt-Sterne wurde Gisela Maruhn auf das Kinderhospiz St. Nikolaus aufmerksam, wo noch Decken benötigt wurden. Nach dem Gisela Maruhn kurzfristig per Mail klären konnte, dass der Bedarf an Decken noch nicht abgedeckt ist, wurde beschlossen, dass das Kinderhospiz der "richtige" Empfänger ist.
Als Verfasser dieses Artikels habe ich mir natürlich auch die Website des Kinderhospiz St. Nikolaus angesehen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie offen und "positiv" man in diesem Haus mit einer Thematik umgeht, wie sie schlimmer für Eltern nicht sein kann.
Martin Seifert
